Skulpturen

  • Hymnus et Lamentum
  • Wandergestalt des Gefühls (nach Celan)
  • Brandstücke

 „Gerlachs eigentliches Thema ist der körperhafte Gegenstand, eine Bildhauerei die – obwohl sie im engeren Sinne nicht gegenständlich ist – sehr direkt auf unsere Körperwahrnehmung zielt. Dazu benutzt Gerlach die Richtung der Formen, ihre Gliederung und siehe da, in unserer Wahrnehmung erscheint eine menschliche Gestalt: Stehend oder liegend. Und über die Setzung der Volumina entsteht Richtung in diesen Figuren. Sie scheinen sich einander zuzuwenden und es entwickelt sich zwischen diesen Formen ein Gespräch“. 

Arie Hartog

Hymnus et Lamentum

Ausstellung im Bremer Dom 2020

Die Skulpturen wollen ergreifen, Inneres sichtbar machen, in Spiritualität, aber auch auf ein humanes Menschenbild weisen. „In der Skulptur ereignet sich die Osmose von Raum-weite und körperlichem Begreifen, oft eine schmerzhafte verkrampfte Dehnung, mit dem nie erreichten Ziel hin zu der Geraden oder zum Kreuz“

Martina Rudloff


Wandergestalt des Gefühls (nach Celan)

„Es sind keine menschlichen Figuren, aber es klingt ein deutliches Echo durch. Der Begriff des Nachhalls beschreibt, dass Gerlach keine abbildende Skulptur macht, es aber Bilder des Menschen durchscheinen. Dieses Echo ist so stark, dass dadurch, wie die Volumina zu einander gesetzt wurden und wie über leicht geschwungene Flächen Drehungen und Achsenverschiebungen entstehen, Bewegungen suggeriert werden.“

Arie Hartog


Brandstücke

Gunther Gerlach versteht sich nicht als Bildschnitzer, der glättet und farblich schönt, seine Figuren sind weiß oder geschwärzt, beschreiben die Grundpositionen bildhauerischer figürlicher Darstellung, des Liegens, des Aufrichtens als Stele und des Angelehnten, in Gruppenanordnungen weiß oder dunkel gefasst, manchmal feuergeschwärzt.