Zeichnungen

  • Karyatiden-Skizzen
  • gefangene Schatten
  • fremde Formen
  • ferne Orte

„Seine spontan und intuitiv entstehenden Zeichnungen begleiten die plastische Arbeit Gerlachs als ein wesentliches Element der Raumdurchdringung. Sie sind das Spiel- zum Standbein, nicht nur als Entwürfe zu verstehen, sondern auch als parallele Wege, als Vorgriffe und Nachbetrachtungen, auf denen skulpturale Herausforderungen verhandelt werden. Bei diesen „imaginären Skulpturen“, die Körpervolumen, Konturen und Räume umspielen, aktiviert und variiert der Künstler gespeicherte Formfindungen und begibt sich vor allem auf die Suche nach neuen Gestaltlösungen, die manchmal auch nur auf dem Papier möglich sind.“

Rainer Bessling

Karyatiden-Skizzen

In der Zeichnung findet sich der Formenkosmos. Eine planerische Vorzeichnung gibt es in den allermeisten Fällen nicht, denn das spontane Vorgehen im Material und dessen Eigenleben verändert den besten Plan. Skizzen enthalten oft Formbezüge und zeigen Verbindungen zu Anthropomorphem. Sie sind bestenfalls Annäherungen. Die skizzenhafte Ideensuche hat immer etwas Flüchtiges und ein zeichnerischer Strich ist noch schneller gesetzt als ein Sägeschnitt.


gefangene Schatten

Im wechselnden Licht könnten Schatten, die von Objekten oder Menschen geworfen werden, entstanden sein. Sie entstehen aus der Verflüssigung des schwarzen Flecks und dem Hineinsehen des Künstlers in innere Bilder .


fremde Formen

Bei der Suche nach bildhauerischen Formen entsteht ein weitläufiger Formenkosmos in Skizzen und großformatigen Zeichnungen. Flüchtiges, Schwebendes und sich gegenseitig Durchdringendes. Formungen, die über eine bildhauerische Realisierung weit hinaus gehen und manchmal an Surreales erinnern.


ferne Orte

Die Landschaftszeichnungen sind nicht Abbildungen realer Orte, sondern erdachte Sehnsuchtsorte einer vielfältigen Natur, gesetzt mit der suchenden Linie des Stifts oder des Pinsels. Sie sind der Anreger der Kunst Gunther Gerlachs, aus ihnen entsteht seine skulpturale Bildwelt.